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Existenzsicherung mit und ohne Hartz IV
Veranstaltungs-Reihe „Raus aus den Schulden“
Geschrieben von: Silke Lieder   
Freitag, den 11. Mai 2012 um 14:23 Uhr

Die Anzahl der Verbraucherinsolvenzen im ersten Quartal 2012 ist leicht rückläufig bzw. stabilisiert sich auf hohem Niveau. Im Hinblick auf die Arbeitslosenquote und die die steigende Anzahl von Beschäftigten im Niedriglohnbereich ist jedoch im Jahresverlauf in Bremen mit einer Steigerung der Privatpleiten zu rechnen.

Die Schuldner- und Insolvenzberatung des Vereins Solidarische Hilfe e.V. (anerkannt gem. § 305 Abs. 1 Nr. 1 InsO) bietet im Mai/Juni eine Reihe von 5 Informationsabenden für Betroffene und Multiplikator_innen zu verschiedenen Schwerpunkten an.
Die Informationsveranstaltungen finden jeweils von 18.00 bis 20.00 Uhr in der Beratungsstelle des Vereins Solidarische Hilfe e.V. in der Kornstr. 13 in der Bremer Neustadt statt.
Die Teilnahme ist kostenlos und unverbindlich.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Pfändungsschutzkonto (P-Konto) und Zwangsvollstreckungsmaßnahmen

Seit dem 01.07.2010 besteht der gesetzliche Anspruch, ein bestehendes Konto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln zu lassen; seit dem 01.01.2012 gibt es einen Kontopfändungsschutz nur noch auf dem P-Konto. Dem Kontoinhaber/der Kontoinhaberin steht damit ein monatlicher Grundfreibetrag in Höhe von mind. 1028,89 € zu, unabhängig ob es sich dabei um Arbeitseinkommen, Sozialleistungen oder sonstige Einkünfte handelt. Durch Unterhaltsverpflichtungen kann der Pfändungsfreibetrag erhöht werden; hierzu ist eine Bescheinigung erforderlich.

 


 

Mittwoch, 23. Mai 2012

Das Verbraucher-Insolvenzverfahren

Durch die Insolvenzordnung erhalten überschuldete Personen die Chance auf einen finanziellen Neuanfang. Auch ehemalige Selbständige können das Verbraucherinsolvenzverfahren beantragen, wenn sie weniger als 20 Gläubiger haben und wenn keine Verbindlichkeiten aus der Beschäftigung von Arbeitnehmern bestehen. Im Verbraucherinsolvenzverfahren wird die Unterstützung einer Schuldnerberatungsstelle bzw. eines Rechtsanwaltes oder Notars benötigt. Dargestellt werden u.a. die 3 Phasen des Verbraucherinsolvenzverfahrens.


 

Mittwoch, 30. Mai 2012

Haushalts- und Budgetplanung/Auskommen mit dem Einkommen

Ein knappes Budget erfordert Planung, Disziplin und Konsequenz und ggf. Hilfsmittel wie Monatsplan, Wochenplan, Haushaltskalender oder Haushaltsbücher, die vielfach kostenlos erhältlich sind.

Wurden alle Einnahmemöglichkeiten/Sozialleistungen ausgeschöpft?
Welche Möglichkeiten gibt es noch, die Ausgaben zu senken (Abos, Versicherungen)


 

Mittwoch, 06. Juni 2012

Haftungsfalle Internet und andere Fernabsatzgeschäfte

Gratis SMS-Dienste, kostenlose Ahnenforschung, Intelligenztests oder Berufsberatung-kurze Anmeldung genügt und nach ein paar Wochen kommt plötzlich unerfreuliche Post: Sie haben angeblich einen Vertrag abgeschlossen und sollen eine saftige Rechnung bezahlen. Onlineabzocke findet in großem Stil statt; mit verlockenden Gratisangeboten wird geködert. Doch statt tatsächlich kostenlosen Service zu bieten, will der Anbieter später eine Nutzungsgebühr für seine Dienste oder ein zweijähriges Abonnement vereinbart haben.


 

Mittwoch, 13. Juni 2012

Die Datensammler: Schufa und andere Auskunfteien

Persönliche Daten sind gefragte Handelsware. Informationen über die Zahlungsfähigkeit und das Zahlungsverhalten von Kunden holen sich Händler und Banken auch von Auskunfteien. Die bekannteste Auskunftei ist die Schufa, die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, doch sie ist längst nicht die einzige. In Deutschland sammeln und speichern eine Vielzahl solcher Unternehmen Daten über laufende Verträge und Zahlungsverpflichtungen sowie Informationen über Mahnverfahren, Privatinsolvenzen oder über Haftbefehle. Die Informationen liefern die Auskunfteien an ihre Vertragspartner wie Banken, Versandhändler, Versicherungen oder Mobilfunkunternehmen. Im Gegenzug bekommen sie Daten von ihren Vertragspartnern gemeldet.







 
Beschäftigungsboom durch Hartz IV Aufstockung
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 02. Mai 2012 um 14:32 Uhr

"Jobwunder" nur durch Hartz IV Aufstockung möglich

Der von der Bundesregierung propagierte Beschäftigungsboom liegt im überwiegenden Maße an einem Aufschwung in der Dienstleistungsbranche. Gerade aber in diesem Sektor ist die Bezahlung aufgrund fehlender Mindestlöhne so gering, so dass die meisten Beschäftigten mit Hartz IV-Leistungen aufstocken müssen. Das ergeht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion „Die Linke“.

So müssen allein 356.000 Angestellte der Reinigungs- und Verkaufsberufe zusätzlich ihren Lohn mit Hartz IV aufstocken, weil die Gehaltszahlungen nicht ausreichen, um über das Existenzminimum zu kommen. Insgesamt ist etwa jeder zehnte sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer im Sektor „Reinigungsservice“ auf ergänzende Arbeitslosengeld-II Zahlungen angewiesen, wie es in der Stellungnahme hieß. Zu den zehn Berufsfelder, in den die meisten Menschen mit Sozialleistungen aufstocken müssen, gehören Bürokräfte, Köche, Lager- und Transportarbeiter, Gästebetreuer, Sozialarbeiter, Erzieher, Hilfsarbeiter und Verkehrsangestellte. In den genannten Berufen mussten fast eine Million (914.000) Arbeitnehmer aufstockende Hartz IV-Leistungen beantragen. Das entspricht einem Anteil von 70 Prozent, gemessen an der Gesamtzahl aller „Hartz IV Aufstocker“.

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Lebensmitteltafeln & Co: Über das Dilemma der organisierten Nächstenliebe
Geschrieben von: Gabriele Schmidt   
Mittwoch, den 02. Mai 2012 um 14:03 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Tafelforscher Prof. Dr. Stefan Selke (HS Furtwangen University)
Samstag, 12.05.2012, 10.00 Uhr, inkl. einfaches, kostenloses Mittagessen, Ende ca. 13.30 Uhr

Gemeindehaus St. Stephani, Stephanikirchhof 8, 28195 Bremen
Veranstalter: Arbeitskreis Kirche und Gesellschaft in der St. Michaelis - St. Stephanigemeinde,
in Kooperation mit der Bremer Attac-Gruppe "Genug für alle"

Die Tafeln in Deutschland sprießen und gedeihen. Das ist schön für deren Initiatoren, denn sie erweisen sich als nützlich. Die Frage ist nur, für wen. Sicher: Tafeln, Möbellager, Kleiderkammern oder Initiativen für Obdachlose versorgen arme Menschen, denen es am Nötigsten fehlt. Doch diese gut gemeinten Angebote sind zugleich Symptome für eine gesellschaftliche Fehlentwicklung, welche die öffentliche Daseinsvorsorge immer weiter privatisiert.
Die Folgen: Aus Anspruchsberechtigten werden Almosenempfänger, die vom Wohl und Wehe anderer abhängig sind und sich immer weniger den menschenunwürdigen Bedingungen und Situationen vor Ort entziehen können. Für die

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